| 1. |
Besondere Achtung und Respekt verdient
der Stilbegründer des praktizierenden Ryu. |
| 2. |
Die respektvolle Anerkennung des
Dojo-Gründers wird durch die Anbringung eines Bildes/Fotos
an der Tafelseite des Dojo zum Ausdruck gebracht. |
| 3. |
Der erste Sensei des Dojo ist stets
der Rangälteste und nicht der Ranghöchste. Dem Sensei
drückt man nicht nur Anerkennung und Respekt aus, sondern
auch seine Dankbarkeit. |
| 4. |
Die Senpai sind ausgewählte
Schüler des O-Sensei oder ersten Sensei mit besonderen
Rechten und Pflichten. Sie sind besonders Eingeweihte.
Senpai wird man, indem man sich in Theorie und Praxis des Do
auszeichnet und den Sensei um ein intensives Lehrer-Schüler-Verhältnis
bittet. |
| 5. |
Den Anweisungen des Lehrers/Übungsleiters
ist sofort und widerspruchslos nachzukommen. Der Lehrer wird
während des Unterrichts nur in Ausnahmefällen angesprochen,
nachdem sich ein Schüler durch eine Verbeugung bemerkbar
gemacht hat. Nach Beantwortung der gestellten Frage wird ebenfalls
gegrüßt. |
| 6. |
Sensei, Senpai und Lehrer werden
grundsätzlich mit zusammengelegten Händen vor der
Brust gegrüßt. |
| 7. |
Höhere Grade sind immer zu respektieren,
ihre Ratschläge ohne Kritik anzunehmen. Gleichzeitig sind
alle höheren Grade verpflichtet, den Lehrenden behilflich
zu sein und sie geduldig und freundschaftlich zu fördern.
Eine Aufforderung zum Üben oder zum Kampf hat immer von
einem Ranghöherem auszugehen und nicht umgekehrt.
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| 8. |
Dojo-Kameraden sind wichtige Partner
auf dem Weg des Do. Die Gemeinschaft hat einen besonderen Stellenwert.
Der Umgang soll freundschaftlich, zumindest freundlich sein.
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| 9. |
Der Gürtelgrad ist eine besondere
Auszeichnung für erbrachte Leistungen. Gleichzeitig wird
mit ihm angedeutet, welche Aufgaben unmittelbar vor einem stehen.
Er soll die Motivation fördern und nicht zu Arroganz und
Überheblichkeit führen.
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| 10. |
Beim Betreten und Verlassen des Dojo
ist der Gruß im Stand (Ritsu-Rei) zu erweisen. Die Übungsfläche
wird nur barfuß betreten. Innerhalb des Dojo sind laute
Gespräche und störendes Verhalten grundsätzlich
zu vermeiden.
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| 11. |
Ritsu-Rei wird ferner gegenüber
dem Sensei, Senpai oder Lehrer erwiesen, wenn diese das Dojo
betreten sowie zu Beginn und Ende jeder Partnerübung oder
einer Kata.
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| 12. |
Der Gruß im Knien (Za-Rei)
findet jeweils zu Beginn und Ende des Unterrichts statt. Die
Schüler nehmen hierzu in einer Reihe bzw. im Karree Aufstellung,
wobei die höheren Grade rechts, die niedrigeren in der
Mitte, die Neulinge links Platz nehmen. Es ist auf einwandfreie
Haltung, korrekten Sitz des Karate-Gi und Seitenrichtung zu
achten. Auf das Zeichen des rechten (Rangältesten) Flügelmanns
wird nach dem Gruß Sensei-Nirei eine Verbeugung gegenüber
dem Sensei/Lehrer ausgeführt. Die Schüler erheben
sich erst, nachdem der Sensei /Lehrer aufgestanden ist.
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| 13. |
Während des Unterrichts ist
äußerste Disziplin zu wahren. Dabei ist jede Unterhaltung
untersagt. Es ist auch nicht gestattet, ohne Erlaubnis Teile
der Kleidung abzulegen oder zusätzliche Bekleidungsstücke
zu tragen. Ein Schüler ist nicht berechtigt, ohne Erlaubnis
eine Übung abzubrechen, die Übungsfläche zu verlassen
oder zu anderen, nicht angesagten Übungen überzugehen.
Es ist stets auf vorbildliches Verhalten zu achten.
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| 14. |
Auf eine mögliche Frage wird
durch eine Verbeugung aufmerksam gemacht. Nach Beantwortung
der gestellten Frage wird ebenfalls gegrüßt.
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| 15. |
Kann eine Übung aufgrund Konditionsschwäche,
einer Krankheit oder sonstigen Gründen nicht ausgeführt
werden, hat man sich nach Erlaubnis des Lehrers außerhalb
der Übungsfläche im Schneidersitz abzusetzen.
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| 16. |
Zum Unterricht ist mit gewaschenen
Händen und Füßen und mit kurz gehaltenen Finger-
und Fußnägeln zu erscheinen. Korrekte Bekleidung
ist vorgeschrieben.
Ein Üben kurz nach dem Essen ist zu vermeiden. Desgleichen
soll die Blase vor dem Unterricht entleert sein. Schmuck ist
vor Beginn des Trainings abzulegen.
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| 17. |
Die Übungsstunden sollten regelmäßig
besucht werden. Schulungsversäumnisse sind schwer nachzuholen.
Unnötige Wiederholungen der Lehrinhalte behindern das Fortkommen
der anderen.
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| 18. |
Auch außerhalb des Dojo sollte
man sich getreu dem Ehrenkodex stets korrekt und anständig
verhalten. Prahlerei und Show stehen dem seriösen Do entgegen.
Zurückhaltung und Bescheidenheit sind eher Zeichen von
Souveränität und Stärke als die Vorführung
erlernter Techniken. Auf den guten Ruf des Ryu und des Dojo
ist stets zu achten. Auch im Privatleben ist der Grundsatz Siegen
durch Nachgeben anzuwenden. Jede Verwicklung in eine Schlägerei
führt zum sofortigen Ausschluß aus dem Dojo.
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| 19. |
Mit dem Beitritt zum Dojo hat man
sich verpflichtet, die Idee zu fördern und durch die eigene
Praxis fortzuentwickeln. |
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(Text entnommen aus "Budo International")
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